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„Außergewöhnlich und vorbildlich“
Erstmals Jugendpreis der Stadt – Auszeichnung geht an Jugendfeuerwehr


Bürgermeister Bernhard Krempl überreichte den symbolischen Preis
und den Geldbetrag in Höhe von 500 Euro an Jugendwart Ludwig
Reitinger jun. und die Mitglieder der Jugendgruppe
(nicht im Bild Peter Meier)

 

Der Geiselhöringer Stadtrat hat beschlossen, alljährlich den Jugendpreis an einen Jugendlichen und / oder an eine jugendliche Personengruppe zu vergeben, die uneigennützig Außergewöhnliches für andere Personen, Personengruppen oder das Gemeinwohl leistet oder geleistet hat. Durch die Auszeichnung, die aus einem symbolischen Preis und einem Geldpreis in Höhe von 500 Euro besteht, soll auf besondere Leistungen aufmerksam gemacht und Vorbildwirkung erzielt werden. Die erstmals in diesem Jahr vergebene Auszeichnung wurde im Rahmen des Jahresschlussempfangs der Stadt an die Jugendfeuerwehr Geiselhöring übergeben.

Laut Statuten zur Preisvergabe können die Auszeichnung Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, die in Geiselhöring wohnen oder in Geiselhöring zur Schule gehen / gingen beziehungsweise Ausbildungsstätten besuchen / besuchten, sowohl als Einzelpersonen wie auch als Personengruppe erhalten. Der Sport- und Sozialausschuss prüft eingegangene Vorschläge und bestimmt die Preisträger, die dann vom Stadtrat per Beschluss bestätigt werden.

Noch vor der Gründung der Jugendfeuerwehr Bayern im Jahre 1984 war die Jugendgruppe der Geiselhöringer Feuerwehr bereits 1978 ins Leben gerufen worden. Damit ist sie eine der ältesten im Landkreis Straubing-Bogen. Geleitet wird die aktuell acht Jugendliche umfassende Gruppe von Ludwig Reitinger jun. Als Ziele der Jugendfeuerwehrarbeit gelten unter anderem das Einüben von Mitverantwortung und solidarischem Handeln, die Vermittlung von feuerwehrtechnischem Wissen, also die Nachwuchsgewinnung, die Förderung der Hilfsbereitschaft und des sozialen Engagements sowie die Förderung der Persönlichkeit durch Einübung von Kritikfähigkeit, Toleranzbereitschaft, Fairness und Verantwortungsbewusstsein.

Wie Bürgermeister Bernhard Krempl bei der Preisvergabe im Rahmen des Jahresschlussempfangs der Stadt berichtete, treffe sich die Jugendfeuerwehr wöchentlich zur Gruppenstunde, in der feuerwehrtechnische Ausbildung und allgemeine Jugendarbeit geleistet werde. Erstere finde beispielsweise in der 24-Stunden-Aktion, der erfolgreichen Teilnahme an der höchsten Prüfung der Jungendfeuerwehr und am Wissenstest oder Funkübungen ihren Niederschlag. Die allgemeine Jugendarbeit geschehe unter anderem in der Teilnahme bei der Aktion „Sauber macht lustig“, in Film- und Spieleabenden oder beim gemeinsamen Grillen. Außerdem nähmen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr an der Fronleichnamsprozession, an Gründungsfesten, der Lichternacht und am Volkstrauertag teil und seien immer wieder als Parkplatzeinweiser bei Veranstaltungen im Einsatz. Auf diese Weise hätten die Jugendlichen im Jahr 2010 insgesamt 763 Stunden geleistet, 2011 sogar 1182 Stunden.

„Dieses ehrenamtliche Engagement der Jugendfeuerwehr ist vorbildlich, außergewöhnlich und uneigennützig,“ betonte der Bürgermeister in seiner Laudatio vor der eigentlichen Preisübergabe an den Leiter und die Mitglieder der Gruppe. Das Akrostichon für den Begriff „ehrenamtlich“ beschreibe trefflich ihre Leistung: Engagement, hoch motiviert, Retter von Mensch und Tier, einsatzbereit, nie bezahlt, Anerkennung, Multitalent, Teamarbeit, lieb, immer bereit, cooperativ und hilfsbereit. Dann überreichte der Bürgermeister den symbolischen Preis und den Geldpreis in Höhe von 500 Euro an Jugendfeuerwehrwart Ludwig Reitinger jun. sowie an die Jugendfeuerwehrmitglieder Andreas Enghofer, Martin Enghofer, Patricia Hierl, Johannes Leipold, Peter Meier, Maximilian Meister, Bendikt Siegrün und Enis Stjepanovic.

 

Bericht: Alois Hauner, Allgemeine Laber-Zeitung.