18 neue Atemschutzgeräteträger

6.2.2026

1. Atemschutzlehrgang in Geiselhöring

Das Feuerwehrhaus Geiselhöring wurde in den vergangenen Tagen zum Ausbildungsort für den Atemschutzgeräteträgerlehrgang des Landkreises Straubing-Bogen. 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter drei Feuerwehrfrauen stellten sich der anspruchsvollen Zusatzausbildung. Zu Beginn begrüßte Kreisbrandrat Markus Weber alle und stellte die Gründe für einen zweiten Ausbildungsstandort vor. Neben Bogen soll zukünftig auch in Geiselhöring der Nachwuchs ausbildet werden. Er bedankte sich gleichzeitig bei den örtlichen Kommandanten für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und bei den neuen Ausbildern, ebenfalls aus Geiselhöring.

Der erste Abend war zu Beginn geprägt von einem Theorieunterricht mit dem Schwerpunkt Atemtechniken und die Grundsätze der Atmung, ehe es zum praktischen Teil ging. Mit Atemschutzmaske und Filter ging es zur Gewöhnungsübung rund um das Feuerwehrhaus, hier zeigte sich der Übungsturm als idealer Ort für die erste körperliche Belastung unter eingeschränkter Sicht.

Am Samstag startete man gemeinsam mit dem wichtigen Thema Schutzkleidung in den Tag. Welche Ausrüstung ergänzt die Persönliche Schutzausrüstung im Atemschutzeinsatz? Was hält meine Schutzkleidung aus? Im Anschluss folgte dann wiederum die Gewöhnung mit Atemschutzgerät auf dem Rücken und Maske. Atemschutzgeräteträger müssen in regelmäßigen Abständen zur gesundheitlichen Vorsorgeuntersuchung um die Ausbildung machen zu dürfen. Hier wird ein besonderes Augenmerk auf die Belastbarkeit und die körperliche Fitness gelegt. Diese Fitness mussten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus sieben Feuerwehren mehrmals unter Beweis stellen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen gab es einen kurzen Ausflug in die technische Seite, in Kleingruppen konnten jeweils eine zerlegte Atemschutzmaske mit allen Einzelteilen und deren Funktion besprochen werden. Bei einer ersten kleinen Einsatzübung konnten schnell alle feststellen wie man sich unter Nullsicht fühlt und wie schwer es ist, einen gefüllten Schlauch zur Brandbekämpfung hinter sich herziehen zu müssen. Mit einer frischen Flasche Atemluft ging es dann zur abschließenden Belastungsübung für diesen Tag. Es mussten von allen verschiedene Stationen unter Atemschutz gemeistert werden. Beispielsweise das Hochziehen eines Gewichtes in den zweiten Stock oder das Ziehen einer Übungspuppe über mehrere Meter. Hier kamen alle mächtig ins Schwitzen und teileweise an ihre körperliche Leistungsgrenze. Am darauffolgenden Lehrgangstag ging es um verschiedene Brandphänomene und die Beurteilung von Brandrauch.

Es folgte dann die große Abschlussübung im Bauhof Geiselhöring. Mehrere Personen galten nach einem Brandereignis als vermisste. Die große Fahrzeughalle wurde hierfür mit Kunstnebel verraucht. Jeder Trupp, bestehend aus drei Einsatzkräften erhielt ihren Einsatzbefehl und ging zur Personenrettung vor. Nach und nach kamen über Funk die Rückmeldung über gefunden Personen. Bei einer Abschlussbesprechung bekam dann jeder Trupp eine Rückmeldung über ihre Leistung. Der letzte Ausbildungstag fand dann zu Beginn in der Feuerwache Straubing statt. Dort steht die Atemschutzübungsanlage, welche von jedem Atemschutzgeräteträger einmal jährlich zu absolvieren ist. Den Lehrgangsabschluss bildete die schriftliche Prüfung in Geiselhöring.

Kreisbrandmeister Atemschutz Sebastian Moder gratulierte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum erfolgreichen Lehrgang. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Feuerwehren Hainsbach, Leiblfing, Pfaffenberg, Wallkofen, Perkam, Grafentraubach und Geiselhöring sind ab sofort für den Einsatz bestens vorbereitet und verstärken so die jeweiligen Gemeinden.

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