Brand beschäftigt 100 Einsatzkräfte - Ursache unklar
Die Bürgerinnen und Bürger von Geiselhöring wurden am Ostermontag, 6. April gegen 4:17 Uhr von mehreren Feuerwehrsirenen geweckt. Für die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst ging es zu einem gemeldeten Dachstuhlbrand mit Person in Gefahr in den Ortskern von Geiselhöring. Bereits bei der Anfahrt zum Feuerwehrhaus meldeten viele Einsatzkräfte Rauch und offene Flammen.
Gemeinsam mit den Feuerwehren aus Haindling, Greißing, Sallach und Mallersdorf rückte auch der Geiselhöringer Löschzug aus. Mit dabei das erst wenige Wochen in Dienst gestellte neue Tanklöschfahrzeug. Vor Ort konnte die Lage eines offenen Dachstuhlbrandes bestätigt werden, Personen waren zu diesem Zeitpunkt glücklicherweise nicht mehr im Gebäude.

Sofort wurde ein Außenangriff durch das erste Löschfahrzeug eingeleitet und parallel die Drehleiter vorbereitet. Die umfangreichen Löscharbeiten konnten durch den dichten Rauch nur unter Atemschutz durchgeführt werden. Für die umfangreichen Löschmaßnahmen wurde im Verlauf eine zweite Drehleiter aus Mallersdorf und weitere Atemschutzgeräteträger aus Hainsbach und Perkam nachalarmiert.

Kreisbrandrat Markus Weber, Kreisbrandinspektor Herbert Dietl und Kreisbrandmeister Thomas Stadler unterstützten gemeinsam mit der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung aus Mallersdorf den Geiselhöringer Einsatzleiter Stefan Allmeier. Für eine stabile Wasserversorgung wurden mehrere Hydranten im Umkreis in Betrieb genommen. Eine montierte Photovoltaikanlage erschwerte die Löscharbeiten in der Anfangsphase.
Nachdem das erste Feuer grob abgelöscht worden war, ging es an die aufwendigen Nachlöscharbeiten und das Auffinden versteckter Glutnester. Hierzu wurde von beiden Drehleiter die Photovoltaikanlage und die darunterliegende Dachhaut geöffnet. Immer wieder flammte es auf und dichter Rauch quoll aus dem offenen Dachstuhl. In regelmäßigen Abständen fanden mit der Einsatzleitung Lagebesprechung statt, um sich über das weitere Vorgehen abzustimmen. Am Vormittag konnten dann langsam erste Kräfte aus dem Einsatz herausgelöst werden.

Mit Hilfe eines örtlichen Holztransportunternehmens und deren LKW-Ladekran wurden schlussendlich noch zwei Dachgauben entfernt. Insgesamt kamen bei dem siebenstündigen Einsatzes 24 Atemschutzgeräteträger zum Einsatz. Gegen Mittag konnte dann auch die Feuerwehr Geiselhöring die Einsatzstelle verlassen. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden von der Polizei aufgenommen.

Am Nachmittag machte sich nochmal eine kleine Mannschaft zur Nachkontrolle ein Bild vor Ort. Diese verlief ohne Auffälligkeiten. Ein kräftezehrender Einsatz mit hohen Material- und Personalaufwand am Feiertag, der wieder die gute Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte gezeigt hat