Am gestrigen Abend stand für die Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Geiselhöring ein ganz besonderes Highlight auf dem Dienstplan. Als Vorbereitung für das heutige Sonnwendfeuer durften die Nachwuchskräfte eine Großübung unter realen Bedingungen auf der Erlwiese absolvieren – ein Erlebnis, das es in dieser Form nur selten gibt!

Überraschung bei der Fahrzeugbesetzung
Nach der offiziellen Begrüßung schlüpften die Jugendlichen hochmotiviert in ihre persönliche Schutzausrüstung (PSA). Doch wer auf welchem Platz mitfährt, wurde dieses Mal nicht einfach so bestimmt: Per Losverfahren wurden die Positionen auf den ausrückenden Fahrzeugen verteilt.
Auf der Erlwiese angekommen, wartete bereits ein großer Holzhaufen. Doch bevor auch nur ein Streichholz entzündet werden durfte, hieß es: Sicherheit zuerst! Die Jugendlichen bauten die Wasserversorgung auf. Von einem Überflurhydranten wurde eine Leitung zum TLF gelegt. Dieses diente als Puffer und versorgte sowohl einen eigenen Löschaufbau als auch das HLF mit dem nötigen Löschwasser. Um einen unkontrollierten Brand zu verhindern, nahmen die Jugendlichen zwei Löschaufbauten vor und wässerten die umliegende, extrem trockene Wiese gründlich ein.
Faszination und Respekt vor den Flammen
Erst als die Löschbereitschaft vollständig stand, wurde der Holzhaufen von einem Betreuer entzündet. Für die Jugendlichen war es ein beeindruckender Moment zu sehen, wie rasend schnell das trockene Holz in Flammen aufging.
Unter Aufsicht durfte der Nachwuchs direkt an die vorderste Front:
• Ausbreitung verhindern: Mit den Strahlrohren wurde das Feuer in Schach gehalten.
• Spürbarer Hitzeschutz: Die Jugendlichen testeten die "Mannschutz"-Einstellung des Hohlstrahlrohrs. Durch die feine Wasserwand konnten sie am eigenen Leib spüren, wie die enorme Hitze des Feuers effektiv zurückgehalten wird.
Erfolgreiches Löschen und Hightech-Kontrolle
Nachdem das Feuer kontrolliert etwas heruntergebrannt war, hieß es "Wasser marsch!" zum finalen Löschangriff. Mit ausreichend Sicherheitsabstand durften die Jugendlichen die Flammen komplett ablöschen. Um absolut sicherzugehen, dass keine Glutnester überdauern, kontrollierten die Betreuer die Feuerstelle anschließend akribisch mit der Wärmebildkamera. Zum Abschluss wurde die gesamte Wiese noch einmal über den Frontwasserwerfer des TLF großflächig bewässert.
Da echte Brände in der Ausbildung glücklicherweise die absolute Ausnahme sind, war diese Übung für alle Jugendlichen das absolute Highlight des Jahres. Mit viel Spaß, aber auch dem nötigen Respekt, haben unsere Brandschützer von morgen gezeigt, was in ihnen steckt.