Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Geiselhöring

27.3.2026

Zur 160. Jahresversammlung trafen sich am Freitagabend die Mitglieder der Feuerwehr. Vorsitzender Sebastian Hansbauer und Kommandant Patrick Hierl brachten wichtige Stationen des Jahres 2025 in Erinnerung und verwiesen auf bevorstehende Aufgaben. Besondere Themen waren dabei die Errichtung eines Freisitzes am Gerätehaus in Eigenregie und die Fahrzeugneubeschaffung mit dem TLF 3000 Staffel. Neben dem Bericht des Kassenverwalters standen auch noch die Rückblicke der  Betreuer von Kinder- beziehungsweise Jugendfeuerwehr auf der Tagesordnung. Schließlich gab es noch Ehrungen und Ernennungen zu vollziehen.

Vorsitzender Sebastian Hansbauer konnte in seinen Begrüßungsworten neben Bürgermeister Herbert Lichtinger und den Abordnungen der Feuerwehren aus dem österreichischen Altmünster und aus Straubing über fünfzig Mitglieder zur Jahresversammlung willkommen heißen. Nach dem Totengedenken und der Verlesung des Protokolls zur letztjährigen Jahresversammlung ließ Hansbauer wichtige Daten aus dem Vereinsleben Revue passieren. Einer der Höhepunkte sei das Florianifest am 1. Mai gewesen, das sehr viele Besucher zu verzeichnen gehabt habe. Die Partnerschaft mit der Feuerwehr Altmünster sei mit jeweils zwei Gegenbesuchen und einem gemeinsamen, zweitägigen Ausflug ins tschechische Budweis gepflegt worden. Bei den Feuerwehr-Gründungsfesten in Sallach, Sunzing, Hadersbach und Laberweinting sei man mit Abordnungen vertreten gewesen. Die Geselligkeit beim Sonnwendfeuer auf der Erl-Festwiese hätten die vielen Besucher genossen.Als „Großprojekt“ des Vereins bezeichnete Sebastian Hansbauer die Erstellung eines Freisitzes am Feuerwehrgerätehaus, der komplett in Eigenleistung durch handwerklich geschickte Mitglieder verwirklicht werden konnte. Die Kosten beliefen sich auf 16 690 Euro, für die es eine Förderung aus dem Regionalbudget der ILE-Laber in Höhe von 55 Prozent gegeben hat. In seinem Ausblick auf Termine im laufenden Jahr nannte der Vorsitzende unter anderem die Segnung des neuen TLF 3000-Löschfahrzeuges beim Florianifest am 1. Mai, das Sonnwendfeuer und die Teilnahme an den Gründungsfesten in Rain und Wallkofen.

Bürgermeister Herbert Lichtinger versicherte in seinem Grußwort, dass die Stadt immer bereit sei, die Feuerwehren mit dem, was notwendig ist, auszustatten. Daher ärgere es ihn, wenn die Anschaffung des neuen TFL 3000 von manchen als Wahlkampfgeschenk oder „neues Spielzeug der Feuerwehr“ bezeichnet werde. Solchen Spott könne nur jemand übrig haben, der die Hilfe der Feuerwehr selbst nicht brauche, im Notfall aber sie dann selbstverständlich einfordere. Kommandant Christian Gruber von der Partnerwehr Altmünster würdigte die gut funktionierende Partnerschaft der beiden Wehren und lud diejenigen, die die notwendige Ausrüstung der Feuerwehren als „Spielsachen“ bezeichneten ein, „doch gerne einmal mitzuspielen“. Kassier Max Heinzlmeir gab in seinem Bericht einen Einblick in die Finanzen des Feuerwehrvereins. Die Kassenprüfer Manfred Lang und Fabian Obstbaum bestätigten ihm eine einwandfreie Kassenführung.

Kommandant Patrick Hierl bezeichnete in seinem Bericht das abgelaufene Jahr für die Feuerwehr als relativ ruhig, was jedoch nicht bedeute, dass „nichts passiert“ sei. Im Gegenteil habe es viel Arbeit im Hintergrund, viel Ausbildung, viel Organisation und natürlich trotzdem Einsätze gegeben. „52 Mal ist die Feuerwehr zu Einsätzen alarmiert worden. Das hieß 52 Mal raus aus dem, womit man gerade beschäftigt war, und 52 Mal volle Konzentration auf das, was vor einem lag,“ beschrieb der Kommandant die Anforderungen an die Feuerwehrmänner. „Die Einsätze verteilten sich auf Brände, technische Hilfeleistungen und sonstige Alarmierungen. Damit war auch 2025 wieder alles dabei, was den Feuerwehralltag prägt. Und genau diese Mischung ist es, die unseren Dienst so besonders macht. Man weiß vorher nie, was kommt, aber man muss zu allem bereit sein. Im Jahr 2025 sind insgesamt 927 Einsatzstunden, 2318 Übungsstunden und 115 Übungen geleistet worden,“ nannte der Kommandant als Zahlen. Auf die Beschaffung des neuen TLF 3000 eingehend, stellte Patrick Hierl fest, dass dahinter viel Planung stecke, viele Gespräche geführt worden seien und ein erheblicher organisatorischer Aufwand notwendig gewesen sei. Mit dem neuen Fahrzeug sei die Geiselhöringer Feuerwehr sehr gut aufgestellt. Es stärke die Einsatzmöglichkeiten, erweitere die Schlagkraft und sei vor allem eine wichtige Investition in der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Doch neben aller Technik sei eines noch wichtiger: die Menschen dahinter.

Und da mache die positive Entwicklung im Bereich des Feuerwehr-Nachwuchses besonders Hoffnung. Über die Nachwuchsarbeit in der Kinderfeuerwehr berichtete anschließend Ludwig Reitinger junior. Aktuell gehörten ihr 56 Kinder an, was eine große Herausforderung in Organisation und Personalbedarf darstelle. In dreizehn Gruppenstunden habe es die unterschiedlichsten Aktivitäten und Themen gegeben. Sie reichten von Fahrzeugkunde, Erste Hilfe, Brandschutz, Selbstbehauptungstraining bis hin zu Bastelarbeiten und Grillfest. Dankbar sei man für die finanzielle Unterstützung durch die Firma Steimer, den Kreisjugendring und die Stadt Geiselhöring.

Markus Popp listete die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr auf, die über das gesamte Jahr verteilt waren. Der Mitgliederstand betrug zu Jahresende 36 Jungen und dreizehn Mädchen. Damit ist die Geiselhöringer Jugendfeuerwehr wohl die mitgliederstärkste im Landkreis. Erste Aktion im Jahr war das Abholen von etwa 120 Christbäumen. Schwerpunkt bei den Treffen war die feuerwehrtechnische Ausbildung der Jugendlichen, aber auch Teambildungsmaßnahmen wurden durchgeführt. Des Weiteren wurde an Wettbewerben wie der „Jugendflamme“ oder der „Deutschen Leistungsspange“ erfolgreich teilgenommen. Mit Julian Allmeier konnte ein Mitglied in die Aktiven-Mannschaft wechseln. „Die Betreuung von 49 Jugendlichen ist nicht immer leicht, aber ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Feuerwehr,“ schloss Markus Popp seinen Bericht.

Zum Schluss der Jahresversammlung gab es noch Ernennungen und Ehrungen durch die Führungskräfte der Feuerwehr vorzunehmen. Emilian Kuschel wurde zum Feuerwehranwärter und Florian Schiller zum Oberfeuerwehrmann ernannt. Das 20-jährige Dienstaltersabzeichen erhielt Christoph Schich verliehen. Für ihr jahrelanges Mithelfen beim Florianifest als „Spüldamen“ wurden Magdalena Reitinger, Gisela Woldrich, Edith Springer, Christine Ring, Monika Wacker und Claudia Weinberger mit dem „Feuerwehrzivilabzeichen in Silber“ ausgezeichnet.

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